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Matías
Guinazú
Ich
bin in Buenos Aires geboren und
aufgewachsen. Mein Viertel ist
Almagro. Dort gibt
es viel, was mit Tango
zu tun hat: Tangoschulen, die
Milongas wie z.B. „La Catedral“,
Bars wo sich viele Tango-Autoren
treffen, und auch einige Tangotexte
erzählen über Almagro oder drehen
sich um Geschichten, die in Almagro
stattfinden.
Ich erinnere
mich, dass ich als Kind oft in
einem Park gegenüber von unserem
Haus war, wo sich viele ältere
Männer trafen, um Schach,
Dame oder Karten zu spielen. Viele
von ihnen hatten immer ein Radio
dabei und haben als
Hintergrundmusik Tangos gehört. Das
war einer meiner ersten Kontakte
mit der
Tango-Musik.
Als Kind habe
ich viel Fußball gespielt, und in
Almagro gibt es den Verein „Club
Almagro“, wo ich in der
Fußballmannschaft gespielt habe.
Das war mein erster Verein und ich
bin immer noch als Fan geblieben.
In diesem Club gab es eine Bar, aus
der immer Tangomusik kam und wo
einige Plakate von Orchestern oder
Sängern hingen, die für mich damals
unbekannt waren. Viele Jahre später
und nach mehreren Versuchen wurde
ich schließlich von einem Freund
davon überzeugt, dass ich unbedingt
Tango lernen sollte. Er meinte, das
wäre was für mich und man könnte
nur Spaß haben. So habe ich in
einem Kulturzentrum mit
Tangostunden angefangen. Anfangs
war nur zum Spaß und vielleicht ein
Hobby, was mir auch die Möglichkeit
gegeben hat, andere Menschen kennen
zu lernen.
Allerdings habe
ich mit der Zeit entdeckt, dass es
für mich viel mehr war als nur ein
Zeitvertreib. Tango war auch eine
neue Form, mich ausdrücken zu
können, vielleicht sogar eine Art
Gebärdensprache, wo man durch
bestimmte Bewegungen ohne Worte
kommunizieren kann und gleich eine
Antwort – vom Tanzpartner –
bekommt.
Ich wurde in
Buenos Aires von unterschiedlichen
Tangolehrern ausgebildet, und seit
2002 wohne ich in
Deutschland.
Ich arbeite
auch als Erzieher und als Musiker.
Mir ist alles wichtig, was mit der
Gesellschaft zu tun hat, so auch
der Tango.
Matías Guinazú
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